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Kurse, Touren & Reisen

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Ein Leben auf Skitour
Helmut Graupner, Edelweiss-Guide seit fast 40 Jahren, hat für sich das Skitourengehen zu einem Ganzjahressport gemacht und uns im Juni 2018 ein Interview gegeben.
von Csaba Szépfalusi


Langversion zum Beitrag in voi dabei 2/2018, S. 12-13

Lieber Helmut! Du hast im vergangenen Winter 142 Skitourentage verbucht und es ist dir dabei mit 78 Jahren zum ersten Mal in deinem Leben gelungen, an 12 aufeinander folgenden Monaten mehrere Skitouren zu gehen.

Erzähle uns bitte zunächst von deinen Anfängen als Bergsteiger!
Begonnen hat es in Hall bei Admont, als ich dort mit 16 Jahren mit meinen Eltern auf Urlaub war. Mit einem Freund meines Vaters blickte ich zu den im Abendlicht herrlich rot leuchtenden Gesäusewänden und lauschten seinen Erzählungen über seine Kletter- und Bergtouren. Sogleich begann ich mit leichten Wanderungen und der Natterriegel war mein erster Zweitausender. Ab nun verbrachte ich meine meiste Freizeit in den Bergen. Schon 1957 wurde ich Edelweiss-Mitglied, d.h. 2017 hab ich meine 60jährige Mitgliedschaft gefeiert! Meine Eltern waren keine Bergsteiger und meine Mutter hat sich damals große Sorgen um mich gemacht. Sie sollte nicht erfahren, was ich genau tat. Ich hatte daher am Westbahnhof ein Schließfach, in dem ich meine Sache deponiert hab, die ich zum Klettern benötigte.

Und der Winter?
Skifahren hab ich im Wienerwald gelernt. Treppenschritt rauf, runterfahren, abschwingen oder hinfallen, aufstehen, weiter! Bald hab ich einige Ausbildungen absolviert: Skiinstruktor, Berufsschilehrer, Instr. Hochalpin. Und 1978 habe ich dann begonnen, für den Alpenverein Edelweiss zu führen.

Hat es dich ganz zum Bergsport verschlagen?
Nein, ich hatte einen Beruf und war im Außendienst tätig, die Firma hatte aber Verständnis für meine Passion und war auch immer sehr großzügig mit Urlaubsbewilligungen. Der Beruf hat vieles finanziert und die Führungen haben auch einiges ermöglicht. Ich hab sehr genau gewusst, wofür ich arbeite: für die Berge! Mich hat immer das Bergsteigen in seiner universellen Form begeistert, ich wollte überall unterwegs sein können, am liebsten im kombinierten Fels und Eis. Wobei die Schwerpunkte sich in Richtung Höhenbergsteigen und Skitouren verlagert haben.

Mit wem warst du unterwegs?
Mein Mentor war Leo Graf (siehe Interview in voi dabei 1/2018), der mich 1980 zu einer Südamerika-Expedition mitgenommen hat. Auch Steffi und Peter Rieder sowie Hermann Hudecek möchte ich erwähnen. Ich war ja damals komplett unerfahren und konnte meine ersten 5- und 6000er besteigen.

Warum weg aus Europa?
Mich haben von Anfang an die fremden Länder fasziniert. Also nicht nur die Berge, sondern auch die Menschen, ihre Lebensweise, ihre Kultur und Religion. Ich wollte Länder bereisen und das alles kennen lernen. Dadurch konnte ich mir ein eigenes Weltbild verschaffen. Denn ich glaube, dass die Medien, egal wo man lebt, das Bild aufgrund der eigenen Sichtweise verfälschen. Natürlich waren die hohen Berge besonderen attraktiv, z.B. die 5-6000er Führungen für die Edelweiss in Südamerika (Anden, Mexiko-Vulkane) sowie der Ruwenzori in Uganda.  Das ist wie bei einem Jäger, der immer größere Tiere schießen will. Anm.: Lieber ist mir aber, wenn die Tiere am Leben bleiben!

Hat dir ein Land besonders gefallen?
Da denke ich besonders an den Iran. Ich war häufig dort, hab im Sommer und mit Ski Reisen geführt nicht nur auf den Demawend. George Bush nannte ja den Iran einen Schurkenstaat! Ich konnte das Land ganz anders erleben: Intelligente Menschen, eine umwerfende Gastfreundschaft – und ich weiß von ich rede, denn ich habe sehr viele Ländern bereist! Dazu eine Frauennationalmannschaft im Bergsteigen mit lauter tollen Mädels, bildhübsch, offen und interessiert!

Reden wir über die Skitouren:
Was soll ich sagen! Mein Rekord steht bei 174 Tourentagen. Das war 2006, ein super Winter! Heuer hab ich am 3. August meine 142. Saisonskitour absolviert, wobei es pro Tour bei meinen doch schon zahlreichen Jahresringen immer noch mindestens 500 bis 600 Höhenmeter sein sollten! In Summe komme ich derzeit auf rund 220 Bergtage im Jahr!

Mit meiner Lebensgefährtin Doris haben wir gemeinsam den Gedanken entwickelt, die fernen Länder und Bergregionen, die wir im Sommer kennengelernt haben, alle auch im Winter zu besuchen, nach dem Motto: Was im Sommer möglich ist, soll auch im Winter klappen: Peloponnes, Zypern, Sizilien, Ätna, Island (eiskalte Touren!), Kola, Karpaten, etc.


Die Kenntnisse vom Sommer waren sehr wertvoll, denn Informationen über Skitouren in diesen Gebirgen waren Mangelware. Wir haben daher dann auch zahlreiche Erstbefahrungen mit Ski verbuchen können!

Für den Alpenverein Edelweiss war ich mit Gruppen auch im Atlas, in Spanien, (Sierra Nevada, Pyrenäen), in Griechenland (Olympos, Pindus, Kreta), Bulgarien (Pirin, Rila), Türkei (Taurus, Ostanatolien), Armenien. Das waren oft auch sogenannte Pioniertouren, bei den sich die TeilnehmerInnen auch auf eine ordentliche Portion Abenteuer mit ungewissen Ausgang einstellen. Mein höchster Skiberg ist der Mustagh Ata, 7509 m, und mein Skitourengebiet reichte sozusagen vom Wienerwald bis nach China!



Mongolei - Zentralasien 2013: Steppe, Wüste, Schnee- und Eisgipfel

Besonders zu schätzen hab ich auch die Abruzzen gelernt, war aber auch am Stiefelspitz in Kalabrien. Im Februar war‘s dort mit -16° bitterkalt und die Wölfe haben geheult! Das hat auch meine TeilnehmerInnen sehr fasziniert!

Du bist in Tageszeitungen auch durch eine Sanddünenbefahrung berühmt geworden!
Das war eigentlich eine Schnapsidee, Wir sind mal aus dem Hohen Atlas raus zu einigen Saharadünen, um eine Befahrung mit normalen Tourenskier zu versuchen. Der Aufstieg war sehr mühsam, sowohl zu Fuß also auch mit Ski. Na ja, die Felle bringen halt auch nichts! Die Abfahrt hat dafür super geklappt, das Gefühl ist fast wie im Tiefschnee! Den Skiern hat‘s gar nichts ausgemacht, aber meine Tyrolia-Bindung hat sich von diesem Schock nicht mehr erholt!

Und die Sache mit den Vulkanen?
Das war Zufall: Wir waren einmal auf dem Teide mit Ski, aber nur weil Freund Gerd Ragette mir spontan berichtet hat, dass dort ganz überraschend gerade Schnee liegt. Am Flughafen hat mein Skisack für großes Erstaunen gesorgt: Surfbrett? – Nein, Ski! – Wasserski? – Nein: nur Ski!

Daraus wurde dann unser Vulkanprojekt. Auch da gab‘s aber eine Ausnahme: Auf La Palma (Kanarische Inseln) mit seinen bis zu 2500 hohen Vulkanen war leider bei unserem Besuch kein Schnee, und daraus wurde dann unsere einzige Vulkansandbefahrung.

Du bist auch Schneeleopard!
Der Schneeleopard ist ein traditioneller russischer Bergsteigerorden, der demjenigen Bergsteiger verliehen wurde und wird, der vier der fünf 7000er der ehem. Sowjetunion bestiegen hat. Erforderlich waren die drei 7000er im Pamir und einer der beiden 7000er im Tienshan. Den Titel gibt es immer noch, heute müssen aber alle 5 Gipfel erreicht werden. Ich war damals der erste Westeuropäer, der diesen Orden bekommen hat! Den Pik Pobeda (heute kirgisisch Dschengisch Tschokusu, chinesisch Tomur Feng), den fünften 7000er, habe ich danach auch noch bestiegen. 

In dieser Zeit sind sehr gute freundschaftliche Beziehungen zu russischen Spitzenbergsteigern entstanden, die bis heute bestehen. Zuletzt war ich 2014 in Russland, natürlich auch oft im Kaukasus (Elbrus, Kasbek, Sibirien etc.).

Besonders fasziniert haben mich auch die Nachfolgestaaten der UdSSR: Azerbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan. Das waren noch echte Erkundungsreisen!

Wie haben sich diese Länder entwickelt?
Sie haben sich natürlich deutlich verändert, vor allem in den Städten. Die Marktwirtschaft bestimmt das Leben. Ein Beispiel: 1987 hab ich erlebt, wie ich im Pamir in ein Gebiet mit Hubschrauber nicht hineinfliegen konnte, weil dort ein Hirte mit akuter Blinddarmentzündung wartete und vorgezogen worden ist. Heute könnte sich der Hirte diesen Flug nicht leisten, und ein soziales Netz gibt es nicht mehr. Auch das Militär war damals uns gegenüber sehr hilfsbereit, es sei aber gesagt, dass der Sport sehr wohl als politische Waffe benutzt worden ist, um gute Stimmung und Presse zu erzeugen.

Was gibt dir das Reisen?
Ich war immer gerne unterwegs: im Beruf im Außendienst, am Berg als Skitourenguide, als Skilehrer und Expeditionsleiter. Es macht mir bis heute große Freude, mit Menschen loszuziehen! Dadurch entstehen auch viele Kontakte und Freundschaften. Ich kümmere mich gerne um andere und ich gebe gerne etwas von meinem Erfahrungsschatz weiter. Es muss nicht jeder denselben Blödsinn oder Fehler wiederholen!

Gehst du auch alleine?
Ja schon. Von den 142 Skitouren des letzten Winters war z.B. rund die Hälfte solo, die andere geführt. Angefangen hab ich am 22. September 2017 am Kaunertaler Gletscher.

Ist das Bergsteigen bzw. Skitourengehen für dich eine Sucht?
Hat sicher was Wahres, aber im sehr positiven Sinn, weil es einfach Freude bereitet. Ich wäre schon sehr unglücklich, wenn ich das nicht mehr machen könnte.

Sucht kommt ja von Suchen. Was suchst du?
Schwer zu sagen. Da sind schon viele große Bergsteiger danach gefragt worden! Ich bin ganz einfach gerne draußen, am Berg, in der Natur, liebe die Konfrontation mit den Elementen, auch wenn man weiß, dass man der sehr viel Schwächere ist. Ich gehe die Sache mit Respekt an, nach meinem Motto: Wirklich oben bist du erst, wenn du wieder unten bist!

Gibt’s für dich Limits?
Ja, bei einem Fünfer (Anm.: Lawinengefahr Stufe fünf). Bei einem Vierer bin ich schon unterwegs, man muss aber sehr genau schauen und wissen, was man macht, angepasst und sehr defensiv. Das hab ich bei meinen Skitourenreisen bei den es keinen Lawinenlagebericht gab, gelernt: Im Zweifel nicht. Das war in den fernen Ländern eine sehr gute Lebensversicherung!

Wann hast du Zweifel?
Das sagt mir das Bauchgefühl. Das sind für mich die im Unterbewussten gespeicherte Summe von Erfahrung durch die vielen Ski- und Bergtouren, die durch die Sinne visuell aktiviert ablaufen und eben ein bestimmten Bauchgefühl erzeugen.

Wie siehst du Stop or Go©?
Verwende ich! Und den steirischen Lawinenlagebericht (LLB) höre ich mir jeden Tag an. Ich hab ja kein Smartphone, bloß ein Handy und wähle das Tonband an. Da ich sehr viel unterwegs bin, kenne ich in den heimatlichen Bergen genau den Schneedeckenaufbau. Der LLB ist für mich eine ganz wichtige Entscheidungshilfe!

Klimawandel?
Wärmeperioden gab‘s früher auch, die Alpen waren mal gletscherfrei, mal hat‘s ausgesehen wie in Grönland. Aber eines ist klar: Die Klimaerwärmung ist heute sichtbar, und ich glaube nicht, dass er durch die Menschheit aufhaltbar ist. Ich muss ihn akzeptieren. Der letzte Winter war ja eh gut, aber es gab keinen richtigen Frühling mit längeren Firnphasen. Es war gleich zu warm und der Schnee war bei uns weg.

Auch die zunehmende Absturzgefahr bei Skitouren passt zum Klimawandel. Zunächst regnet es immer öfter bis weit hinauf und dann vereist die Schneeoberfläche. Harscheisen dürfen nicht zu spät anlegt werden! Mein Tipp: lieber zu früh als zu spät anlegen. Und besser am Hangfuß als mittendrin! Da spricht der Guide aus mir, der auch für die Gruppe mitdenkt!

Abschließend zum Klimawandel: Jede/r kann etwas dazu beitragen, dass das Klima nicht weiter angeheizt wird! Am besten tun‘s nicht nur wir in Europa, sondern z.B. auch die USA und China!

Hattest du Unfällen auf Skitour?
Nein, Gott sei Dank keine, und ich hoffe, das bleibt so. Verletzungen gab‘s aber schon, so erst 2014 ein Quadrizeps-Abriss. Das Skitourengehen war ernsthaft gefährdet. Aber im nächsten Winter hab ich‘s doch wieder auf 115 Tourentage gebracht! Der Arzt hat nur gemeint: Hab‘s gleich g‘wusst, dass‘t deppert bist!

Bist du als Bergsteiger defensiv oder doch waghalsig?
Es gibt den englischen Spruch: „There are many bold young climbers but not many bold old climbers!“ Ich finde, es ist wichtig, dass man das Mittelmaß findet. Und ich würde heute den gleichen Weg gehen. Natürlich machen Fehler klüger, aber im Nachhinein ist man ja immer g‘scheiter.

Sehr prägend war für mich meine Pobeda-Besteigung. Ich hab bei widrigsten Bedingungen eine Woche allein in einem Zelt auf 6500 m ausgeharrt, alle anderen Bergsteiger sind schon abgestiegen. Auf dem Gipfel war ich daher allein. Ich wollte den Berg ganz einfach nicht aufgeben.

Benutzt du Ski mit Pin-Bindung?
Ich hab ein Paar auf meinem extrem leichte Movement-Ski mit Pin-Bindung für die Frühjahrstouren, wenn die Ski auch getragen werden müssen. Bei den Touren in den Hausbergen nehme ich aber eine Step-In, die ist bequemer!

Bist du ein Carver?
Die Ski sind Carver und fahren sich natürlich viel leichter als meine 210er von früher! Ich bin aber der Meinung, dass 95% der Skifahrer nicht wirklich carven. Im Tiefschnee sind die breiten Ski natürlich kraftsparender und leichter zu steuern.

Aufstiegs- oder abfahrtsorientiert?
Gute Frage! Da es an 10 Tagen meist nur drei Mal Wunschschnee gibt, musst du als Skitourengeher am Aufstieg eine Freude haben, in einen gewissen Flow reinkommen! Ich war eigentlich immer skiorientiert, genieße aber trotzdem den Aufstieg. Auch zu Trainingszwecken auf der Piste, wenn die Lifte noch nicht oder nicht mehr fahren. Aber ich gebe zu, da steht das Training im Vordergrund! 

Hast du Lieblingsgebiete?
Die Abruzzen! Das Rundumadum passt: Berge, Schnee, gute Küche, die Bergdörfer und meine 20 Sätze italienisch helfen auch, um schnell Freunde zu finden! Mein Hausberg ist aber der Göller. Ich schätze sehr das Glück vor der Haustür: Freiner Gegend, Hochschwab, Gesäuse. Und außerdem darf man ja nicht den Fehler machen, bei der Rückkehr von den hohen Bergen die eigenen zu unterschätzen. Die Gesetze der Berge sind überall gleich!

Schneeschuhwandern?
Wenn ich da an den Abfahrtspulver denke... Aber ich sehe, dass man damit auch runterrutschen kann. Ich könnt‘s mir also gut vorstellen, je nach Gelände wegen dem Winterfeeling. Von Konflikten auf Tour höre ich oft, aber selber ich bin ja auch froh, wenn ich im Aufstieg eine Schneeschuhspur nehmen kann!

Wie siehst du die Entwicklung im Skitourengehen?
Die ist gewaltig: Als ich begonnen hab, wurde ich gefragt: „Wieso gehst du zu Fuß, hast kein Geld für die Liftkarte?“ Heute sind Skitouren total in, das freut mich, auch wenn‘s an manchen Tage z.B. rund um den Freinerhof zugeht wie am Silvesterpfad! Aber auch in der Freiner Gegend kann man weniger bekannte Ziele wählen, nicht immer den Göller! Und außerdem: alle wollen das gleiche Bergerlebnis, ich hab kein Privileg darauf. Ich kann aber ausweichen, weil ich mich auskenne. Die Berge mit den fett gedruckten Gipfelnamen kann man ja meiden, die anderen sind mindestens genauso schön! Einen Trend möchte ich noch ansprechen: Früher sind nur Bergsteiger zum Skitouren gehen gegangen. Jetzt gehen viele, die nicht Bergsteiger, also keine Allrounder sind. Sie kommen auch vom Alpinskifahren (z.B. Freerider vom Arlberg). Das fahrerische Niveau ist stark gestiegen, und übrigens auch der Komfortanspruch an die Unterkunft!

Was gefällt dir speziell?
Wenn ich im Winter als Erster meine Spur auf den Berg ziehe, fühle ich mich immer ein wenig wie ein Eroberer, es ist eine Art Erstbesteigung. Das Ganze ist zwar auch sehr vergänglich, das Gefühl und das Erlebnis nimmt man aber mit!

Weiße Flecken auf der Landkarte?
Ich gehe gerne dasselbe nochmal. Ich war z.B. schon über 600 Mal am Göller und das Erlebnis und die Eindrücke waren immer anders. Österreich hat ja super Ziele, eigentlich man muss gar nicht außer Land!

Ist Bergsteigen gesund oder (lebens-)gefährlich?
Es ist auf alle Fälle etwas sehr Positives. Das Leben ist ja an sich ab der Geburt lebensgefährlich! Alles, was wir in den Bergen allein oder in der Gruppe sehen und erleben überwiegt viel mehr als die Gefahren, die man doch mit Tourenplanung zu großen Teil schon erkennen und ausschließen kann. Und es ist für mich das schönste Lob, wenn mit andere mitteilen, dass ich Ihnen mit der Tour eine Freude bereitet hab.

Vier der Seven Summits!
Ja: Kilimanjaro, Aconcagua (jeweils als Edelweiss-Führung), Elbrus, und mit der ersten österr. Expedition auf dem Mt. Vinson in der Antarktis, dem kältesten Berg der Erde! Der Vinson war keine leichte Entscheidung, weil er sehr teuer ist. Meine Pensionsabfertigung ist jedenfalls draufgegangen!

Aber im Nachhinein betrachtet wäre die Reise auch ohne Gipfelerfolg ihr Geld wert gewesen. Auf den Rückflug haben wir eine Woche außer Plan wegen Schlechtwetter zuwarten müssen. „Ich durfte eine Woche länger bleiben auf jenen Kontinent, auf dem alles ganz anders ist und auf dem wir uns viel mehr als Astronauten auf einem fremden Planeten denn als Bergsteiger gefühlt haben.“ Das Kälteste, was ich im Zelt gemessen hab waren -38°. Ich hatte einen Weltempfänger mit (Deutsche Welle, BBC) und plötzlich hörte ich Radio Österreich International...

Ernährung und Training?
Ich bin ein Allesfresser. Kein Asket, kein Verzichter, und den Freuden des Lebens nicht abgeneigt. Aber ich schau, dass ich mein Gewicht halte. Daher gehe ich auch ins Fitnesscenter. Rauchen: nein!

Leo Graf wollte mit 90 auf den Großglockner. Hast du noch Pläne?
Kamchatka! Da würde ich gerne hin! Das Leben ist so kurz...

Lieber Helmut, danke für das Gespräch und alles Gute für die nächste Skitourensaison!

von Csaba Szépfalusi
Langversion zum Beitrag in voi dabei 2/2018, S. 12-13
Alle Fotos
© Helmut Graupner
 

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