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Wandern ist nicht gleich wandern

Warum die kalte Jahreszeit die unterschätzte Wander-Hochsaison ist
Wandern ist Volkssport Nr. 1, Seelentröster und Fitnessprogramm zugleich. Und trotzdem hält sich hartnäckig ein Irrtum: Wandern sei nur etwas für Frühling, Sommer und goldenen Herbst. Dabei ist genau die kalte Jahreszeit perfekt, um dranzubleiben, sich in Ruhe fit zu machen oder Wien von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.

Weniger Trubel, klare Luft, überraschende Ausblicke und Wege, die plötzlich ganz dir gehören. Winterwandern ist kein Ersatz für die Saison, es ist ihr stiller Vorsprung.

Während andere auf den Saisonstart warten, sammelst du bereits Höhenmeter, Ausdauer und Routine. Die Temperaturen sind ideal, um ohne Hitzestress unterwegs zu sein, und die Stadt zeigt sich entschleunigt und erstaunlich natürlich. Wer jetzt losgeht, startet im Frühjahr ohne Rost und mit einer bereits gefestigten Routine.

Unsere Wander-Empfehlungen für die kalte Jahreszeit:

Für Familien mit Kleinkindern:

Wiener Stadtwanderweg 9
Eine ausgedehnte, vollkommen ebene Runde durch Freizeitwiesen, Auwälder und entlang von Donaualtarmen. Kinderwagen, Laufrad oder kleines Fahrrad sind hier genauso willkommen wie spontane Abkürzungen. Spielplätze sorgen für Abwechslung, Einkehrmöglichkeiten für entspannte Pausen. Und am Ende wartet sogar der Prater, auch wenn er im Winter seine wohlverdiente Ruhe genießt.
• 13,4 km
• 24 Höhenmeter Auf und Ab
• ca. 3,5 Stunden

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Für Einsteiger*innen und Familien mit gehfreudigen Kindern:


Wiener Stadtwanderweg 1

Der Klassiker unter den Wiener Stadtwanderwegen. Heurige, Weingärten, Wälder und immer wieder überraschende Ausblicke auf Wien und die Donau. Bei klarer Sicht reicht der Blick von den Kleinen Karpaten bis zum Schneeberg. Ein Weg, der zeigt, wie nah Natur und Stadt beieinanderliegen.
• ca. 10,4 km
• 300 Höhenmeter Auf und Ab
• ca. 3,5 Stunden

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Für alle, die mehr wollen:

Über den höchsten Berg Wiens

Eine urbane Streckenwanderung mit Anspruch, Abwechslung und viel Naturgefühl mitten in der Stadt.
• ca. 13,6 km
• 450 HM Aufstieg, 400 HM Abstieg
• ca. 4,75 Stunden

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Alternativ: Wiener Stadtwanderweg 2

Über den Hermannskogel, den höchsten Punkt Wiens, geht es über Wald, Weinberge hin zu ruhigen Abschnitten, welche diese Runde prägen.
• ca. 9,7 km
• 340 Höhenmeter Auf und Ab
• ca. 3,5 Stunden

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Für alle, die nie genug bekommen:

Rundumadum Wien – Etappen 1 bis 5 kombiniert

Von Nussdorf über die höchsten Erhebungen des westlichen Wienerwaldes bis nach Hütteldorf. Eine lange, fordernde und unglaublich lohnende Winterwanderung. Das Beste daran: Wer genug hat, steigt einfach aus und fährt öffentlich zurück.
• ca. 25 km
• 840 HM Aufstieg, 810 HM Abstieg
• ca. 7 Stunden

Praktische Winter-Tipps
Morastige Wege gehören dazu. Besonders gatschig ist der Abschnitt Marswiese. Bei dieser Route quert man nicht die Amundsenstraße, sondern bleibt auf der rechten Seite, bis zum Schottenhof. Eine etwas längere, dafür deutlich sauberere Variante schont Schuhe und Nerven.
Im Bereich der Steinhofgründe lohnt es sich, im Wald zu bleiben und den Weg durch den Dehnepark zu nehmen. Mehr Natur, mehr Ruhe, mehr Spaß. Und ganz nebenbei hundefrei.

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Fazit
Winterwandern ist kein Geheimtipp mehr, aber immer noch ein Vorteil für alle, die ihn nutzen. Wer jetzt unterwegs ist, erlebt Wien ruhiger und von einer anderen Seite. Und vor allem startet man in die Wandersaison nicht mit Vorsätzen, sondern mit Vorsprung.