Schnellsuche

Der Gipfel wartet, das Gewitter nicht

 

So wird der Wandertag ein guter Tag

Sonnenschein, Gipfeljause, Hüttenterrasse. So stellen wir uns den perfekten Wandertag vor. Und meistens kommt es auch genau so.

Manchmal allerdings auch nicht. Wer im Sommer in den Bergen unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur die Route planen, sondern auch Wetter, Ausrüstung und Anreise mitdenken. Das klingt weniger spannend als der Gipfel, entscheidet aber oft darüber, wie entspannt der Tag tatsächlich wird.

Die Tour beginnt zu Hause

Ein Blick auf Wetterbericht, Wegverhältnisse und die eigene Kondition gehört zur Tourenplanung dazu wie die Jause in den Rucksack.

Besonders im Sommer können sich die Bedingungen rasch ändern. Aus einem wolkenlosen Vormittag wird schnell ein Gewitter am Nachmittag. Wer früh startet, ist meist klar im Vorteil. Die Temperaturen sind angenehmer, die Wege ruhiger und der Gipfel oft erreicht, bevor die ersten Quellwolken zu wachsen beginnen.

Für die Planung empfehlen wir einen Blick auf Alpenvereinaktiv. Dort findest du Tourenvorschläge, Wetterinformationen und aktuelle Hinweise zu den Wegen.

Weniger einpacken = richtiger einpacken

Beim Wandern gilt eine einfache Regel:

so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Mit dabei sein sollten jedenfalls:

• Ausreichend Wasser 
• Eine kleine Jause 
• Regenjacke und eine zusätzliche Kleidungsschicht 
• Sonnenschutz 
• Erste-Hilfe-Set und Blasenpflaster 
• Handy mit vollem Akku 
• Karte oder Touren-App 

Und natürlich Wanderschuhe mit gutem Profil. Denn der schönste Gipfelblick verliert etwas von seinem Zauber, wenn man ihn in durchnässten Turnschuhen erlebt.

Die größten Sommerfallen

Sommer bedeutet nicht automatisch sichere Bedingungen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen:

Gewitter

Früh starten hilft. Wer bereits am Gipfel steht, wenn die ersten Donner zu hören sind, ist eigentlich schon zu spät dran.

Hitze

Schatten ist keine Schwäche. Ausreichend trinken ebenso wenig.

Altschneefelder

Auch im Hochsommer können Schneefelder überraschend hart und rutschig sein. Lieber einmal vorsichtiger sein, als die schmerzhafte Alternative.

Lass die Kuh in Ruh

Viele Wanderwege führen über Almen.

Die gute Nachricht: Kühe interessieren sich meist deutlich weniger für Wandernde als Wandernde für Kühe.

Ein paar Grundregeln erleichtern das Miteinander:

• Abstand halten 
• Kälbern nicht zu nahe kommen 
• Tiere nicht füttern 
• Gatter schließen 
• Hunde anleinen und im Ernstfall loslassen 

Respekt funktioniert auf der Alm in beide Richtungen erstaunlich gut.

Gute Entscheidungen wiegen nichts

Die beste Ausrüstung hilft wenig, wenn man Warnzeichen ignoriert. Wer Wetter, Wegverhältnisse und die eigene Tagesverfassung ehrlich einschätzt, hat meist länger Freude am Bergsport.

In diesem Sinne wünschen wir dir viele schöne Kilometer, gute Aussichten und genau die richtige Menge Abenteuer für diesen Wandersommer.