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"Schlechtes Wetter, schlechte Ausrüstung! Tja falsch!!!"

Autor: Rainer Vogl

"Schlechtes Wetter, schlechte Ausrüstung! Tja falsch!!!"
Blog von Rainer Vogl über seine Erfahrungen mit schlechtem Wetter auf Tour und wie man damit umgeht.



Nun man sagt es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung! Tja falsch!!! Es gibt schlechtes Wetter, und sogar sehr schlechtes Wetter und und sogar unwahrscheinlich schlechtes Wetter, undundund…..

So gut kann die Ausrüstung gar nicht sein, irgendwann ist er durch, der „Wind“, oder das „Nass“ und das „Kalt“, also eigentlich eh alles. Das zu dem „man sagt!“  



Dem sind wir am 06.01.2017 und 08.01.2017 zeitgerecht ausgewichen und haben die ursprünglichen Tourenziele einfach geändert.

Am 06.01.2017 wärs vom Preiner Gscheid auf die Heukuppe gegangen. Da schon in Payerbach-Reichenau Schneefahrbahn war und die Auffahrt aufs Gscheid schon in Richtung Schneekettenexpeditionscharakter ging, habe ich auf die Knofeleben umdirigiert. Abgesehen davon hätte uns spätestens ab dem Karl-Ludwig-Haus der Wind zum Weinen gebracht.
30-50cm Neuschnee unverspurt (ja wir waren die Ersten die sich über den Mariensteig und durch die Eng raufgeschwitzt haben) und fast immer windgeschützt hat doch Spass gemacht. Der Winterraum auf der Knofelebenhütte war offen und hat somit das Umziehen erleichtert. 



Ähnlich wars am 08.01.2017. Geplant war rauf auf die Rax mit der Seilbahn und über beide Kreuze (Jakobskogel und Preinerwandkreuz) zur Seehütte und retour. Tja -18 Grad und Wind mit über 100km/h schienen dem Ansinnen nicht so zuträglich. Noch dazu sich die Seilbahn mit 23,50 Euro dazugeschlagen hätte. Also wiederum umdirigiert und zwar auf den Sonnwendstein.

Aufstieg über den Gebirgsjägersteig und zwar komplett. Ab der Querung mit der ehemaligen Nordabfahrt waren wir wiederum die Ersten und durften uns durch 40cm Neuschnee den Aufstieg zur (geschlossenen) Pollereshütte erstapfen. Dank an Natascha, die sich von der Spitze beinahe bis zum Schluss nicht verdrängen ließ.

Da es aber bei der Hütte so kalt und windig war, haben wir auf die Kapelle und den Erzkogel verzichtet und uns sofort über die ehemalige Schwarzenbergabfahrt (Schnee hüfthoch) zur Bergrettungshütte durchgekämpft. Die liegt erfahrungsgemäß im Windschatten und dort hielten wir unsere große Jause ab. Die Klosterkrapfen beim Kirchenwirt in Maria Schutz lass ich jetzt unerwähnt.

Rainer











Rainer Vogl

Im Alpenverein Edelweiss seit: 2010
Bergwanderführer
Aktivitäten: Wanderungen im Sommer und Winter, Bergwaldprojekte
Touren mit Rainer Vogl