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Da geht sie hin, die weiße Pracht,

Autor: Rainer Vogl

Da geht sie hin, die weiße Pracht,
oder „Wie gewonnen so zerronnen!“


Dem Klimawandel geschuldet (lt. Trump eine Erfindung der Chinesen) ist uns als Alternative zum Kieneck, am 26.02.2017, nur die Rax übergeblieben.

Also rauf mit der Seilbahn und sofort mit Schneeschuhen losgelegt. Allerdings nicht auf der ausgetretenen Spur in Richtung Ottohaus und dann über den Seeweg, sondern gleich mal querfeldein. Schnee gab es gestern übrigens genug. Ziemlich verdichtet, allerdings wären wir bei frischem Schnee mit unserer Latschenüberquerung ordentlich eingefahren und dauernd eingebrochen. Und Beinausgraben mit angeschnalltem Schneeschuh macht ja richtig Spaß. So war das Gehen durchaus entspannt.



Nach nur wenigen Metern mussten wir uns schon ausziehen („uns“ wohlgemerkt, nicht „einander“), denn zu Anfang war Sonnenschein und Null Wind [Bild_1]. Wobei mir ich mir das kurzärmlige, oder schulterfreie, ein wenig zu frisch gewesen wäre [Bild_2], [Bild_3]. Nun ab der Höllentalaussicht hatten wir dann ein (wenn auch nur laues) Lüfterl und die Kurzärmelträger wurden weniger.





Es war genug Zeit mal alle anderen Teilnehmer ordentlich „durchzuquatschen“ [Bild_4], denn das Raxplateau zwischen Bergstation und Seehütte ist zwar nicht wirklich eben, aber die im Auf und Ab zurückgelegten Steigungen halten sich sauerstoffbedarfsmäßig in Grenzen [Bild_5]. 





Der für mich schönste und interessanteste Wegabschnitt war die Querung einer Mulde, die offensichtlich durch Wind und Niederschläge platt gemacht, durchaus mit einem zugefrorenen See zu verwechseln gewesen wäre [Bild_6]. Sowas von „brettleben“.



Um 14:16 Uhr (sagt der Time Code der Camera) hat’s nach unserer Einkehr am Ottohaus, ein bisschen nach schlechtem Wetter und Sonnenuntergang ausgeschaut [Bild_7].  Aber der Eindruck täuscht, es war in Wirklichkeit warm und nur ein laues Lüfterl.

Die Seilbahn hat uns wieder runtergebracht und unten hatte es 10 Grad Plus. Ob das der heurige Winter war? Immerhin besser als letztes Jahr.

Rainer






Rainer Vogl

Im Alpenverein Edelweiss seit: 2010
Bergwanderführer
Aktivitäten: Wanderungen im Sommer und Winter, Bergwaldprojekte
Touren mit Rainer Vogl