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Bergwaldprojekt [das]; Umweltbaustelle [die]; Teil 3

Autor: Rainer Vogl

Bergwaldprojekt [das]; Umweltbaustelle [die]; Teil 3
Unterkapitel (aber dafür wichtig): Unterbringung und Verpflegung, die sogenannten Accommodations

Bezüglich Quartier ist vieles möglich, von der *** Pension, über ein vollbewirtschaftetes Alpenvereinshaus (gibt’s auch mit ***), zu kleinen, urigen Almhütten einer bestoßenen (?) Alm (Vieh wird zwar auf die Alm aufgetrieben, die Alm aber selber wird bestoßen), zu Almdörfern einer Almbauern- oder Agrargemeinschaft, vom Privathaus eines Alm- oder Waldbesitzers, zum Gästehaus einer mitwirkenden Organisation (heißt dann Kooperationspartner), von der Selbstversorgerhütte bis zum Zeltplatz (bei den Schweizern höchst beliebt, gibt’s nette Bilder von und vom Zelten im Schnee). 

Ein gesunder Bezug zu einer (wenn vielleicht auch nur kurzfristigen) rustikalen Lebensart ist durchaus von Vorteil, denn nicht immer ist warmes Wasser rund um die Uhr verfügbar. Und duschen wird auf Berghütten sowieso überbewertet (© Wolfgang Ausobsky).

Freilufttoilettenhäuschen mit natürlichem Sammelbehälter sind auch möglich, wobei mir der klassische Donnerbalken, letztmalig bei einem Pfadfinderlager in den Siebzigern untergekommen ist.  Und wo kein Bettzeug da ein Hüttenschlafsack samt Decken. Erfroren ist nebstbei auch noch keiner, obwohl es im Hochsommer am Berg recht frisch sein kann.
Strom gibt’s in der Regel, was aber nicht heißt, dass das aufzuladende Smartphone die Chance hat, sich in irgendein Netz einzuwählen. Also kann schon sein, dass man eine Woche nicht nur aufs Telefonieren sondern auch auf E-Mail, WhatsApp, Internet (ja AUCH Facebook) verzichten muss.

Aber jetzt: Speis und Trank!!!
Kurzfassung: es ist noch keiner bei einem Bergwaldprojekt oder Umweltbaustelle verhungert. Kann mich da noch gut an die Gumpenalm oder an die Gjaidalm oder an die Hinteralm usw. erinnern. Wir wurden nicht bekocht, eher gemästet. Soviel Bäume konnten wir gar nicht schöppsen um nicht zuzunehmen. Von vielen wird die Selbstversorgervariante gern bevorzugt. D.h. zu einem Großteil wird nicht nur das Frühstück gemeinsam sondern auch das Abendessen zubereitet.



Hat, geb ich zu, sozialisierende Wirkung. Ich steh nicht so drauf. Aber als Nutznießer von Selbstgesammeltem und z.B damit zubereiteter Schwammerlsoße, muss man oft über seinen Schatten springen.



Aber Obacht: Schwammerl bergen im Inneren oft tödliche Gefahren, da sollte man nur Fachleute dran lassen. Und wenn‘s geschmeckt hat, sieht man nur mehr rundum zufriedene TeilnehmerInnen.

Rainer








Rainer Vogl

Im Alpenverein Edelweiss seit: 2010
Bergwanderführer
Aktivitäten: Wanderungen im Sommer und Winter, Bergwaldprojekte
Touren mit Rainer Vogl