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Sonnwendstein

Autor: Rainer Vogl

Sonnwendstein (18.02.2018)
Immerhin von Wien aus so ziemlich der erste "Berg" wo man beim "Auffi" bis zum ganz "Auffi" also "Oben" schon mal ordentlich ins Schwitzen kommt. Im Gegensatz zum vorigen Jahr sind wir diesmal bei der Querung mit der ehemaligen Nordabfahrt nach links "Auffi" abgebogen und haben den Gebirgsjägersteig somit rechts liegen gelassen.



Bis dort haben wir auch die Schneeschuhe in der Hand oder am Rucksack getragen. Interessanterweise kommen einen die Schneeschuhe rucksackspezifisch gleich viel schwerer vor als an den Haxen. Muss an den unterschiedlichen Druckverhältnissen am Rücken liegen, dass Bruttogewicht bleibt ja gleich.

Da die Pollereshütte auch schon seit Jahren im Winter zu hat (der Sessellift wurde schon 2005 abgebaut), ist's natürlich notwendig die Jause mit hinaufzutragen. Ursprünglich wollten wir auf der Terrasse der Kapelle schmausen, aber da war statt einer leichten Brise (lt. Bergfex!!!) doch a bisserl mehr Wind, also haben wir uns knapp unterhalb der Stiege über unsere Vorräte hergemacht.



Der Abstieg war über die ehemalige Schwarzenbergabfahrt geplant, aber vorher sind wir noch schnell die letzten paar Höhenmeter auf den Erzkogel raufgewackelt und aber schnell wieder runter (huiiiii).



Jetzt begann der eigentliche Spaß. Und zwar weil Schigebiete wie der Sonnwendstein, St. Corona, der Muckenkogel und auch der Unterberg, ohne künstlichem Schnee keinen durchgehenden wirtschaftlichen Winterbetrieb mehr zulassen. Sie mutieren dadurch innerhalb kürzester Zeit zu ehemaligen Schigebieten. Nun des einen Freud, des Andren Leid, denn ab diesem Moment bietet sich für Schitourengeher, Schneeschuh-, und Winterwanderer die Gelegenheit, relativ ungestört im Auf- und Abstieg (oder Abfahrt) die ehemaligen Pisten, quasi ohne Störungen durch Alpinschifahrer, zu nutzen.
Wir konnten jetzt auf der ehemaligen Piste mal ordentlich die Schneeschuhe in der weißen Pracht versinken lassen.






Bis Maria Schutz war dann nur mehr ein grandioses Forststraßenfinale zu absolvieren, aber wie am Bild leicht erkennbar, wartete schon die Belohnung auf uns. Und zwar links Marille, rechts Vanille und ums Eck Nougat.



P.S. Warum die Pollereshütte im Winter nicht wenigstens am Wochenende öffnet ist schleierhaft. Denn am Muckenkogel haben drei Hütten (Lilienfelderhütte, Traisnerhütte und Klosteralm) in St. Corona die Kampsteinerschwaighütte und am Unterberg das gleichnamige Schutzhaus in der Regel offen. Und caritativen Zwecken wird die Bewirtschaftung vermutlich nicht gewidmet sein.

Rainer

 



Rainer Vogl

Im Alpenverein Edelweiss seit: 2010
Bergwanderführer
Aktivitäten: Wanderungen im Sommer und Winter, Bergwaldprojekte
Touren mit Rainer Vogl